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Erledigt Ihr Kind seine Hausaufgaben allein?

Konzentration hat viele Facetten und die Ursachen für Störungen in der Konzentration können vielfältig sein (vgl. den Beitrag "Wie können Eltern die Konzentrationsfähigkeit Ihres Kindes fördern?"). Ermahnungen wie "Nun konzentrier´ dich doch endlich!" nutzen in der Regel nichts und strapazieren höchstens die Nerven aller Beteiligten. Besser ist es daher, dem Problem auf den Grund zu gehen. Überprüfen Sie, wann Ihr Kind die größten Probleme mit der Konzentration hat: Ist es dann über- oder unterfordert? Werden ihm die Aufgaben zuviel? Ist die vertretbare Zeitgrenze vielleicht schon längst überschritten? Lässt sich der Arbeitsplatz des Kindes verbessern? Unter Umständen können auf dem Tagesplaner eingeplante Pausen Abhilfe schaffen und neuen Schwung bringen.
Starten Sie auch nicht zu früh mit Ihrer Hilfe: Warum sollte sich das Kind anstrengen, wenn Sie ihm die Lösungen präsentieren?

Wie steht es um das Selbstvertrauen Ihres Kindes? "Das kann ich nicht!" Vielleicht traut es sich die eigenständige Lösung gar nicht zu und wagt deshalb nicht, sich selbständig an die Arbeit zu begeben. Vergewissern Sie sich, ob Ihr Kind die Aufgaben grundsätzlich lösen kann und beschränken Sie Ihre Hilfe dann auf die Aufgabenbesprechung. Lassen Sie Ihr Kind dann Aufgabe für Aufgabe selbständig lösen und loben es ausgiebig nach jeder selbständig gelösten Aufgabe. Sie motivieren es so, alleine zu arbeiten. Die Blöcke der Aufgaben können Sie dann langsam steigern und sich so immer mehr heraushalten. Müssen Sie bei den Aufgaben neben dem Kind sitzen? Sie können sich bei dem zuvor beschriebenen auch räumlich immer weiter vom Kind entfernen: Während Sie anfangs vielleicht im gleichen Zimmer lesen, können Sie später in einem anderen Zimmer arbeiten und sich nach jedem vereinbarten Block vom Kind rufen lassen.

Viele Kinder verzetteln sich bei den Aufgaben. Man könnte auch sagen, sie haben Schwierigkeiten, einen sogenannten "Roten Faden" zu finden und ihn zu halten. Ein übersichtlicher Plan, der gemeinsam mit den Eltern erstellt wird, erleichtert dem Kind nicht nur den Einstieg in die Aufgaben. Es kann dadurch auch den Überblick über die noch zu leistenden Aufgaben behalten oder überhaupt erst bekommen. Wenn Sie einen solchen Plan erstellen wollen, sollten Sie gemeinsam mit dem Kind die Reihenfolge der Aufgaben festlegen und gleichermaßen auch Pausen einplanen. Diese sind für die Kinder immer ein ganz besonderer Anreiz, die ihnen Abwechslung bescheren, aber gleichzeitig auch den Arbeitsstand symbolisieren. Besprechen Sie dabei die einzelnen Aufgaben und vergewissern Sie sich ebenfalls, dass das Kind alles richtig verstanden hat. Nur ein Kind, das weiß, was von ihm erwartet wird, kann sich engagiert und mutig an die Lösung machen!

Und ganz ehrlich: Wenn die verschiedensten Probleme zusammentreffen, ist es dann nicht verständlich, dass Kinder sich den Aufgaben lieber entziehen und sie vor sich herschieben? Sie sollten in einem solchen Fall das Maß Ihrer Kritik auf wenige, aber wichtige Dinge beschränken. Das heißt: Kinder mit feinmotorischen Problemen sollten nicht wegen Ihrer Schrift gemaßregelt werden oder Kinder mit "Zappelphilipp-Syndrom" nicht wegen ihrer motorischen Unruhe. Erkennen Sie an, wenn Ihr Kind sich bemüht und loben es dafür. So können Sie es am besten motivieren.

Vielleicht sind Ihnen beim Lesen dieses Artikels noch andere Ideen eingefallen. Eine Liste mit hilfreichen Tipps ließe sich sicher noch fortsetzen. Doch egal, was Sie ausprobieren, bestimmen Sie vorher den Zeitraum und halten ihn auch dann ein, wenn sich nicht sofort eine Verbesserung feststellen lässt. In der Regel sind zwei Wochen nötig, ehe Sie wirkliche Aussagen über den Nutzen treffen können. Und lassen Sie sich nicht so schnell entmutigen. Bei vielen Dingen sind Sie auf Unterstützung durch die Schule angewiesen. Scheuen Sie sich nicht, diese einzufordern!


                                                                           Zusammengestellt von Gabriela Schilling



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