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Sportliche und musikalische Weltreise

„Musik trifft Sport“ war das Motto des diesjährigen Projekttags an der Grundschule Surberg – ein bewegungsreiches Programm mit internationalem Flair begeisterte die kleinen Akteure und das große Publikum.
Surberg. An diesem Tag drückte keiner die Schulbank, und trotzdem haben die Surberger Grundschüler viel gelernt: Didgeridoo, Flamenco, Capoeira, Cheerleading, Taekwon-Do. Dies sind jetzt nicht mehr nur Begriffe, die man schon einmal gehört hat. Wenn die Grundschüler jetzt erklären, was das ist, können sie von eigenen Erfahrungen berichten, weil sie es selbst gemacht, gebaut, getanzt und – auch als Zuschauer ihrer Mitschüler – hautnah miterlebt haben. Der Freitag, 1. Juli 2016 war an der Surberger Schule ein sehr bewegter Tag, im wahrsten Sinne des Wortes.
„Für die Pyramiden brauchen wir starke Mädel!“ Dies war keinesfalls eine Aufforderung für die Rekonstruktion ägyptischer Bauwerke, sondern leitete die Anleitung zu einer beliebten Cheerleading-Figur ein. Die V-Town Panthers Cheerleader aus Vachendorf hatten Eva Laskewitz geschickt, die der sportlichen Surberger Mädchengruppe zeigte, wie man sich zu einer so genannten Stuntgroup aufstellt, wie man fällt, springt und auffängt. Cheerleading ist viel mehr als das begeisternde synchrone Puschelschwingen. Akrobatische Einlagen verlangen eine Sportlichkeit, die sich durchaus mit dem Wettkampf auf dem Spielfeld messen kann. Und die beste Erfahrung des Vormittags: Die Mädels lernten, dass Cheerleading Teamwork ist, denn wer sich fallen lässt, will natürlich auch aufgefangen werden. Und das hat prima geklappt!
Eine schnelle Reaktion auf die Körperbewegung des anderen war auch in der Grundschulaula gefragt, die sich in eine Roda verwandelt hatte. Instrutor Fala manso begrüßte die Schüler auf Portugiesisch. Er hatte den Kindern eine ganz besondere Sportart mitgebracht: Sie ist Kampf, Tanz, Akrobatik, Spiel, kommt aus Brasilien und heißt Capoeira. Da man diese Kampfkunst nunmehr auch in Traunstein erlernen kann, war die Anreise für die Capoeira-Profis zum Glück nicht mehrere Tausend Kilometer, sondern nur wenige Kilometer lang. Die kleinen Surberger Capoeiristas ahmten die Bewegungen der großen Profis begeistert nach, so dass ihre gute Laune bei der späteren Aufführung in der Turnhalle sofort auf das Publikum übersprang. Da waren dann schnell Mitsingen und Mitklatschen angesagt, denn die fröhliche Akrobatik der Kinder und die spritzigen Rhythmen des Berimbau versprühten den unwiderstehlichen Charme brasilianischer Lebensfreude.
Der Berimbau war nicht das einzige Musikinstrument, dessen rhythmische Klänge sich in das lebhafte Geschehen auf dem Schulgelände mischten. Die Südhalbkugel war nämlich nicht nur mit der bekannten grün-gelb-blauen Flagge vertreten, auch Australien lag auf der musikalischen Reiseroute: Aus einem Klassenraum erklang ein vielstimmiges Brummen, rhythmisch, dezent melodiös, durchmischt von bizarren Geräuschen. Didgeridoos, die berühmten Instrumente der australischen Ureinwohner, entstanden hier unter Anleitung des Ehepaares Ballack, die Originalinstrumente mitgebracht hatten und die Schüler zu einem einfachen, aber sehr effektvollen Nachbau mit Plastikrohren, Bienenwachs und buntem Papier animierten. Auch den mystischen Klängen konnte man schon lauschen. Beherrschten die Schüler hier bereits Lautmalereien über den Grundton hinaus, oder war es einfach die Experimentierfreude, die die Musikanten zu interessanten Klangbildern animierte? Es machte Spaß zuzuhören, aber auch zuzuschauen: Mit aufgeblasenen Wangen und vibrierenden Lippen ließen die Kinder die rhythmische Musik erklingen, während die Zuhörer Bilder des Ayers Rock und sprunggewaltiger Kängurus vorm geistigen Auge erstehen ließen.
Sprungkraft war dann auch das beherrschende Motto einer anderen Projektgruppe: In der Turnhalle war ein Hindernisparcours aufgebaut. Hier standen „Freerunning und Parkour“ auf dem Programm, und mit Chris Bacher von OneMove der Experte auf der Matte. Der stand allerdings nicht lange, genauso wenig wie die Kinder: Mit coolen Sprüngen, pardon: „Moves“, ging es über Kästen, Bänke und über den Bock. Purzelbäume und Salti sorgten für beeindruckende akrobatische Einlagen. Cool waren dabei allerdings vor allem die Moves, die Kinder haben sich durchaus heiß gelaufen. Die kleinen Sportler absolvierten ihren kreativen Hindernislauf mit einer Ausdauer und einem Tempo, dass die Turnschuhe dampften.
Turnschuhe waren beim Flamenco allerdings nicht gefragt, denn leise Sohlen sind bei diesem Tanz vollkommen ungeeignet. Temperamentvoll sollte es hier zugehen, die Absätze der Schuhe begleiten als Rhythmusinstrument die leidenschaftliche Musik. In die Kunst des südspanischen Volkstanzes „Sevillana“ führte Carmen Lopéz ein. Da galt es die Arme anmutig zu drehen, den langen Rock mit der Musik schwingen zu lassen und das eigene Temperament mit den leidenschaftlichen Rhythmen in den Boden zu stampfen. Dass die kleinen bailaoras die gerade gelernten figuras del flamenco am Ende des Vormittags bereits auf der Bühne inszenierten, wurde mit großem Applaus des begeisterten Publikums belohnt.
Vom andalusischen Festplatz geht es in den koreanischen Dojang, die Schüler begrüßen ihren Meister mit einer respektvollen Verbeugung. Es gibt in diesem Kampfsport eine Etikette, besondere Umgangsregeln – dies lernten die Surberger Schüler an diesem Vormittag in der Taekwon-Do-Schule Surtal von Thomas Könnecke, Träger des fünften Dan, also von einem Meister seines Fachs. Mit einer temporeichen Vorführung beeindruckten seine Schüler auf der Bühne. Es ging auch etwas zu Bruch, mehrfach, aber durchaus beabsichtigt: Der Kyokpa, der Bruchtest, war einer der Höhepunkte der Taekwon-Do-Präsentation. Hier waren Konzentration und Körperbeherrschung gefragt.
Auch beim Mountain-Biking steht die Kontrolle des eigenen Körpers im Fokus, allerdings ebenso die sichere Beherrschung des Sportgeräts. Daher ging es für zwei Schülergruppen mit Fahrtwind zur Sache, im doppelten Sinne, denn die Mountainbike-Profis des gleichnamigen Unternehmens waren angereist, um den Surberger Kids das richtige und vor allem sichere Biken beizubringen. Die jungen Radler sollten sich ohne Verletzungen und mit viel Spaß und technischem Können bei rasanten Abfahrten den besagten Fahrtwind um die Ohren wehen lassen können. Dass zum Sausen auf dem Radl aber auch das gefahrlose Abbremsen gehört, trainierten die Schüler auf Schotterplätzen. Unwegsames Gelände wurde mit Wippen und anderen Holzkonstruktionen simuliert, und wie man auf dem stehenden Fahrrad auf den Pedalen steht, trainierte man mit einer Bank. Hört sich interessant an? Ja, in der Tat: Da wurden das Rad zum Bike und das Radeln zum Funsport mit Technik-Know-how.
Downhill über Stock und Stein ging es bei den Inline-Skatern zwar nicht, der Parcours, den Michaela Hofmeister und Marion Targatsch von der Ski-Langlauf-Abteilung des Sportvereins Oberteisendorf für den Spaß auf acht Rollen aufgebaut hatten, forderte den kleinen Rollschuhfahrern dennoch viel Geschicklichkeit und große Konzentration ab. Slalom, auf einem Bein oder gebückt fahren – das waren nur einige der Kunststücke, die die Zuschauer bewundern durften. Besonders wichtig: Auch das Fallen will gelernt sein, denn auch mit Helm und Schonern ist beim Sturz die richtige Technik gefragt, damit man gleich wieder aufstehen und weitersausen kann.
Die Kinder nahmen von diesem ereignisreichen Vormittag viele Anregungen für ein bewegungsreiches Leben nach Hause. Und auch das ein oder andere Didgeridoo, das nun allmorgendlich nicht nur die Lebensgeister, sondern auch die Eltern weckt …
Dr. Andrea Grote für den Förderverein der Grundschule Surberg

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