Grundschule Surberg

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Seit 50 Jahren ist die Grundschule im Surtal

Beim Sommerfest wurde der Einzug in das neue Schulhaus im Jahr 1963 gefeiert.
Anlässlich des alljährlichen Sommerfestes der Grundschule Surberg wurde in der Surtalhalle der Umzug der Schule von Surberg nach Surtal vor 50 Jahren gefeiert. Dazu begrüßte Schulleiter auch viele ehemalige Lehrer und Schüler. Die Zeit habe gezeigt, dass Surtal der richtige Standort für ein Schulgebäude war und ist, sagte Bürgermeister Josef Wimmer.
Er erinnerte an die sehr lange und emotional geführte Diskussion, bis der Standort in Surtal für den Neubau der damaligen Volksschule festgestanden habe. Rund 50 Mitglieder des Frauenvereins hätten sogar eine nichtöffentliche Sitzung des Gemeinderats gestürmt und den Verbleib der Schule in Surberg gefordert. Die Baukosten beliefen sich seinerzeit auf knapp 750 000 Mark. Da ein Schulverband bestand, mussten sich die damaligen Gemeinden Kapell und Hochberg finanziell beteiligen. In den 50 Jahren hat es mit Josef Hofbauer, Georg Huber, Reinhold Hartlmaier, Herbert Lay, Alexander Fietz und Claus Prokscha sechs Schulleiter gegeben. 1969 wurde die 9. Klasse eingeführt. „Für Surberg bedeutete dies, dass die Jahrgangsstufen sieben bis neun aus Neukirchen zu uns kamen und die 5. und 6. Klasse aus Surberg in Neukirchen unterrichtet wurde“, so Wimmer. Anfang der 80er Jahre erfolgte die Auflösung der Hauptschule und die Klassen sieben bis neun wurden in Traunstein beschult. Als steinige und schwierige Angelegenheit bezeichnete er die Umspengelung des gesamten Gemeindegebiets im Grundschul- und Teilhauptschulbereich auf den Standort Surberg 2001. Dies habe sich nicht nur sehr positiv auf den Bestand der Schule ausgewirkt, sondern auch auf ein besseres Miteinander in der Gemeinde und im Vereinsleben. Als einen bitteren Moment bezeichnete der Bürgermeister die Auflösung der Teilhauptschule. Mit Einführung der R6 sei es nicht mehr möglich gewesen, dauerhaft bestandsfähige 5. und 6. Klas-sen zu bilden. 2005 erfolgte der Anbau mit zwei Klassenzimmern, Räumen für die Mittagsbetreuung sowie Zimmer für die Schulleitung und das Sekretariat. Ebenso wurde der lang gehegte Wunsch nach einer Aula verwirklicht. Mit der Partnerklasse sei 2011 das Schulleben aufgewertet worden, betonte Wimmer.
„Heute haben wir eine gefestigte Grundschule“, meinte er. Ab September sind alle acht Klassenzimmer, sieben Grundschulklassen und eine Partnerklasse, belegt. Die Mittags- und Hausaufgabenbetreuung besuchen jedes Jahr mehr Kinder. Ferner gibt die Musiklehrervereinigung Musikunterricht. Auch die Musikkapelle Surberg-Lauter ist im Schulhaus beheimatet und der Chor „Sumsi“ probt im Musikzimmer. „Von Seiten der Gemeinde werden wir immer versuchen, die Einrichtung und baulichen Voraussetzungen so zu schaffen, dass die besten Möglichkeiten für den Grundschulunterricht gegeben sind. Für die Bildung unserer Kinder haben wir in den vergangenen Jahren viel investiert und werden dies auch in Zukunft tun“, unterstrich der Bürgermeister.
Die Grundschule Surberg sei der Beweis, wie vorbildlich auch kleinere Gemeinden für die Bildung tätig seien, sagte Schulrat Klaus Biersack. Mit rund 130 Schülern sei Surberg ein sicherer Standort. Biersack dankte der Gemeinde im Namen des Staatlichen Schulamts. „Man sieht, dass der Gemeinde ihre Schule wichtig ist.“
Der Vorsitzende des Elternbeirats, Thomas Wagner, hob die Leistung der Eltern im Rahmen der Mittagsbetreuung hervor. Die Partnerklasse nannte er eine gesellschaftliche Herausforderung. Die behinderten Schüler seien ein fester Bestandteil der Schule. Es sei für alle wichtig, Chancengleichheit zu erfahren und zu lernen. Die Grundschule Surberg habe sich der Zeit angepasst und sich modern entwickelt. Wagner lobte besonders das Engagement der Lehrer und Eltern sowie der Gemeinde als Kostenträger.
Ihr Verein sei ein aktiver Teil der Grundschule Surberg, erklärte die Vorsitzende des Fördervereins, Britta Klokotschnik. Kinder seien neugierig, deshalb wolle der Förderverein mit Theaterspielen, Fotowettbewerb oder Sporttag dazu beitragen, dass sie vieles neu entdeckten. „Wir wollen, dass sie die Schule nicht nur mit Wissen und Fähigkeiten, sondern auch mit Neugierde verlassen“, so Klokotschnik.
Am Anschluss an den Reden waren die Schüler mit ihren Aufführungen an der Reihe. Die 1. und 2. Klasse sowie die Partnerklasse gaben einen spielerischen Rückblick unter dem Motto „Kinder, wie die Zeit vergeht“. Die Klasse 3A zeigte mit dem Sketch „Der Schulrat kommt“, wie eine Unterrichtsstunde ablaufen kann, aber nicht sollte. Mit einem Lied und Gedichten ging die Klasse 3B auf das Schulleben ein. Die 4. Klasse tanzte als Surberger Dancing Crew gekonnt den „Gangnam Style“. Die Kinder der Mittagsbetreuung traten als Akrobaten auf. Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Bläserklasse Surberg-Otting/Wonneberg-Waging unter der Leitung von Tamás Puskàs.
Beim anschließenden Sommerfest auf dem Sportplatz konnten die Kinder an einem Sechskampf aus Schuhbandllauf, Dosenwerfen, Torwandschießen, Tauziehen, Sackhüpfen und Seilspringen teilnehmen. Ferner standen Kutschfahrten, Kinderschminken und eine Kirtahutschn auf dem Programm. Die Eltern sorgten wieder für das leibliche Wohl. © Günter Buthke jun.

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